Trompete

Zahnarztpraxis Dr. Dornbusch
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Dr. J. Dornbusch

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Trompete Posaune Horn Tuba
Bläser : Günstiges und Ungünstiges .
Einige Kieferverhältnisse erweisen sich für das Erlernen / Spiel eines Blechblasinstrumentes als günstiger als andere. Auch gibt es einige wichtige Erkrankungen im Bereich des Kauorganes, die dem Bläser Schwierigkeiten bereiten können:
Angle Klasse 1.
Zahnärzte, insbesondere die Kieferorthopäden, klassifizieren die Lage des Unter - und des Oberkiefers zueinander bei gut entwickelten Kiefern und einwandfreier, ebenmässiger Zahnstellung als Normalbiß. Dies wird beschrieben mit ANGLE - KLASSE 1.
Diese Verhältnisse sollte ein Bläser möglichst vorweisen. Beachten Sie die Stellung der Schneidezähne .

Bläser : Angle Klasse 2.
Diese Klasse zeigt einen Überbiß. Gut sichtbar befinden sich die oberen Schneidezähne vor den unteren. Die Distanz kann einige Millimeter betragen. Die Unterkieferzähne beißen unter Umständen so tief in den Bereich des Oberkiefers ein, daß sie die Schleimhaut des Oberkiefers berühren.
In dieser Klasse existieren zwei Abteilungen. Die zweite beschreibt den o.g." tiefen Deckbiß ". KLASSE 2 kann den Betroffenen große Schwierigkeiten bereiten, insbesondere dann, wenn ein Blasinstrument mit Kessel - Mundstück gespielt werden soll. Die Schwierigkeiten nehmen mit kleiner werdendem Mundstück zu: Die Trompete nimmt diesen Zustand schlechter hin als die Posaune .
Bläser : Angle Klasse 3.
Die quasi umgekehrten Verhältnisse liegen bei der ANGLE - KLASSE 3 vor. Die Unterkiefer - Schneidezähne befinden sich bei geschlossenen Zahnreihen vor den Oberkiefer - Frontzähnen. Im Hinblick auf Blasinstrumente kann das wohl ebenso problematisch werden, die Trompete oder Posaune muss nach oben gehalten werden .
Bläser : Frontal offener Biss.
Diese Situation ermöglicht es ihrem Besitzer nicht, die Frontzähne zu einem scharf schneidenden Biss zu schließen. Während die Backenzähne fest im Kontakt stehen, bleibt die Front offen. Kann dem Bläser Probleme bereiten.
Bläser : Diasthema.
Eine Lücke zwischen den mittleren Schneidezähnen kann für Bläser ein Hindernis sein, wenn sie zu groß ist.
Weitere Befunde.
Es gibt sicher noch wesentlich mehr Befunde, die hier nicht genannt wurden. Für den eigenen schnellen Überblick mag dies aber reichen.
Man muß bedenken, daß Zähne , Kiefer, Lippen etc. so individuell wie Fingerabdrücke sind, daher gibt es viele Mischformen und Abarten der beschriebenen Klassen und dazu noch viele weitere Einzelzahnbefunde usw..
Ausserdem darf natürlich nicht ausser Acht gelassen werden, daß der menschliche Körper die Fähigkeit besitzt, viele Abweichungen vom " Normalmass " durch funktionelle Anpassung z. T. weitreichend zu kompensieren.
So ist es möglich, daß viele Bläser trotz anatomisch - funktioneller Abweichungen ihr Instrument gut zu beherrschen gelernt haben.
Gleichwohl können aber auch Schwierigkeiten auftreten, denen kein Kompensationsversuch gewachsen ist. U.U. führen diese Versuche dann zusätzlich zu schlechten Angewohnheiten, wie etwa Anwendung eines zu starken Armdruckes, insbesondere der Trompete .
Es gibt noch weitere Befunde wichtiger Erkrankungen, die nicht nur für Bläser interessant sind. Zahllose Patienten haben ihre Zähne wegen einer der verbreitetsten Krankheiten verloren :
Parodontitis.
- oder landläufig " Parodontose" genannt - schädigt die die Zähne haltenden Gewebe, nämlich den Kieferknochen, Bindegewebsfasern sowie das Zahnfleisch. Langfristig werden diese Gewebe, insbesondere der Kieferknochen, unwiderbringlich zerstört. Röntgenbilder zeigen dann eindrucksvoll das Ausmaß der Zerstörung. Das eventuell resultierende Fehlen der Schneidezähne sollen Horn , Posaune und Trompete relativ übel nehmen....

I. d. R. wird die entzündliche Erkrankung bakteriell hervorgerufen. Nur im akuten Stadium zeigt sich eine teilweise starke Blutungsneigung und eine dunkelrote bis violette Verfärbung des Zahnfleisches, begleitet von Schmerzen. Das chronische Stadium kann subjektiv beschwerdefrei sein. Der Patient bemerkt mit der Zeit, daß " die Zähne länger werden " und sich lockern.
Die Lockerung kann jeder leicht selbst feststellen, indem eine Fingerkuppe auf die Wangen - bzw. Lippenseite des fraglichen Zahnes gelegt wird, während der Zahn durch Aufbiß ein wenig bewegt wird. Sollten Sie eine Lockerung feststellen, fragen Sie Ihren Zahnarzt, ob diese sich noch im normalen, physiologischen Maß befindet.
Sollten Sie o. g. Befunde feststellen, besorgen Sie sich schnellstens einen Zahnarzttermin !
Nochmal : Wird die Parodontitis nicht behandelt, führt sie mit Sicherheit zum Verlust der Zähne. Eine P. muß frühzeitig erkannt und behandelt werden. Der Parodontal - Patient muß sich auf eine recht langwierige Therapie mit der Möglichkeit von Rückfällen einstellen. Eine direkte Relation zum Lebensalter besteht nicht, auch wenn die meisten Fälle zeigen, daß ab 40 Jahren die Gefährdung rapide zunimmt.
Bruxismus und Erkrankungen des Kiefergelenkes.
Cranio Mandibular Disorder.

Sehr eindrucksvolle Befunde liefern Erkrankungen, die mit Bruxismus einhergehen. Man versteht darunter ( unbewußtes ) Knirschen und Pressen mit den Zähnen, hauptsächlich während des Schlafes. Die Ursachen dieser neuro - physiologischen Fehlsteuerung sind nicht restlos geklärt. Stressauslösende Faktoren gelten als begünstigend.
Befunde, die im Zusammenhang mit dem Bruxismus auftreten können :
- Schmerzen in den Zähnen, den Kiefern, den Muskeln des Gesichtes, des Halses, des Nackens, der Schulter, des Rückens etc.
- Ermüdungsgefühl in der Gesichtsmuskulatur ( CAVE : Ansatz ! ), schon morgens nach dem Erwachen
- Ist das Kiefergelenk durch die enorme Überlastung beschädigt, ist ggf. bei Kieferbewegungen ein deutliches Knacken im Ohrbereich wahrnehmbar
Ursachen :
- siehe oben, Stressbewältigung
- sog. Habits, Angewohnheiten wie Bleistiftkauen etc.
- In der Literatur gibt es Hinweise, daß das Spielen eines Blasinstrumentes ebenso als Habit angesehen werden und zu Bruxismus führen kann
- Fehlstellungen der Zähne, unzureichend angepasste Füllungen oder schlecht sitzender Zahnersatz
- Angle Klasse 2 kann u.U. zu Bruxismus führen

Mit einer Reihe weiterer Befunde wird diese Art der Erkrankung unter dem Begriff Cranio - Mandibular - Disorder zusammengefasst.
Bild : Knirschen führt zu Verlust an Hartsubstanz, der Schmelz weist Risse auf, die Kanten werden scharf.